Was Kunden immer wieder wissen wollen - Fragen und Antworten

Die Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zu den verschiedenen Themen der Papierherstellung und der Lebensmittelunbedenklichkeit haben wir für Sie zusammengestellt. Sollte Ihr Anliegen bzw. Ihre Fragestellung nicht berücksichtigt sein, so bitten wir um Ihre Kontaktaufnahme

Welche Rohstoffe werden bei der Papierherstellung eingesetzt?
  • unsortiertes gemischtes Altpapier (kann Zeitungen enthalten)
  • sortiertes gemischtes Altpapier (kann Zeitungen enthalten)
  • Kaufhaus-Altpapier
  • neue Späne aus Wellpappe
  • gebrauchte Kraftwellpappe 1
  • gebrauchte Kraftwellpappe 2
  • unbenutzte Kraftpapiersäcke
  • unbenutztes Kraftpapier
  • unbenutzte, unbeschichtete Produktionsabfälle von Getränkekartons
  • Langfaser-Sulftazellstoff

Darüber hinaus werden die weiter aufgeführten Altpapiersorten bei Propapier nicht für die Produktion von Wellpappenrohapapieren genutzt:

  • Zeitungen
  • unverkaufte Zeitungen
Welche Additive finden in den Papieren Verwendung?

REACH-Verordnung (EG) Nr. 1907/2006

Bei den von Progroup Paper erzeugten Qualitäten handelt es sich gemäß REACH-Verordnung um “Erzeugnisse”, die nicht der Registrierungspflicht unterliegen.
Als sogenannter “nachgeschalteter Anwender” unterliegen unsere Betriebe ebenfalls nicht der REACH-Registrierungspflicht. Wir können Ihnen aber versichern, dass wir gegenwärtig und künftig nur Roh-, Hilfs- & Veredelungsstoffe verwenden, die entsprechend REACH-Verordnung registriert sind.

Biozide & Konservierungsmittel

Die in unserer Produktion verwendeten Biozide sowie Konservierungsmittel entsprechen der aktuellen Verordnung (EU) 528/2012 und werden zur Konditionierung des Wasserkreislaufes eingesetzt. Eine direkte Anwendung im Fertigprodukt findet nicht statt. Der EInsatz von Methylisothiazolinon kann erfolgen, dabei zeigen sich allerdings keine Rückstände in den Produkten (Nachweisgrenze beträgt 0,5 μg/dm²).

Radioaktive Kontamination

Wir versichern Ihnen dass in unserem betrieb keine radioaktive Kontamination stattfindet.

Mineralöle

Im Fabrikationsprozess von Progroup Paper werden keine mineralölhaltigen Hilfsstoffe (MOSH / MOAH) eingesetzt. Durch den Einsatz von Recyclingpapieren kann der Eintrag nicht ausgeschlossen werden, da diese Mineralöle ein Bestandteil der verwendeten Druckfarben sein können.
Die quantitative Analyse des Mineralölgehaltes erfolgt im Zuge der regelmäßigen “Untersuchung von Papierqualitäten auf lebensmittelrechtliche Unbedenklichkeit” und kann dem aktuellen Untersuchungsbericht entnommen werden.

Nanopartikel / Nanotechnologie

Es werden keine Nanopartikel bzw. Nanotechnologie verwendet.

Gentechnisch veränderte Organismen (GVO)

Es werden keine GVO eingesetzt.

Weitere Inhaltsstoffe

Zur Herstellung unserer Papiere werden keine Additive die PVC, PVdC, PC, PS, Bisphenol A, Butylhydroxyanisol, Parabene, FCKW, HKW, PFCA, PFSA, PFASS, FTOH, monoPAPs, diPAPs, S-diPAPs, SCCP, Asbest, Anthrachinon, Phthalate, Latex oder Dimethylfumarat, enthalten eingesetzt. Durch den Einsatz der Rohstoffe kann der Eintrag nicht ausgeschlossen werden, ist aber insgesamt als sehr gering einzustufen. Des Weiteren werden das Additiv Bioban P 1485 sowie tierische Fette nicht in unserem Prozess verwendet.
Währende der Produktion können silikonhaltige Additive eingesetzt werden, die aber nicht im Endprodukt enthalten sind bzw. in dieses übergehen.

Sonstiges

Um den Handel von illegalen Holz und Holzprodukten zu verhindern, achten wir beim Import bzw. Export von Zellstoffprodukten über die Grenzen der EU auf die strikte Einhaltung der jeweils gültigen Handels- und Zollgesetze, wie z.B.:

  • EU-Holzverordnung EUTR (European Timber Regulation), Regulation (EU) No 995/2010 of the European Parliament and of the Council
  • EU-Aktionsplan FLEGT (Forest Law Enforcement, Governance and Trade)
  • Lacey Act bei Import / Export in die USA
Welche Zertifikate hat Progroup Paper?

Unsere Betriebe sind nachweislich nach den folgenden Verordnungen zertifiziert:

PM1
EnMS DIN EN ISO 50001
FSC® Zertifizierung (FSC-C106840) nach Standard FSC-STD-40-004 Version 2-1 und FSC-STD-40-007 Version 2-0.

PM2
UMS nach Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 (EMAS-III-Verordnung)
FSC® Zertifizierung (FSC-C106924) nach Standard FSC-STD-40-004 Version 2-1 und FSC-STD-40-007 Version 2-0.

Gibt es eine unabhängige Unbedenklichkeitserklärung für die Papiere?

Die von Progroup Paper hergestellten Qualitäten – Promedium, Proliner, Promedium S, Promedium K, Proliner K und Prokraft – können unbedenklich zur Lebensmittelverpackung eingesetzt werden. Sie dürfen dabei in direktem Kontakt mit trockenen, nicht-fettenden Lebensmitteln stehen. Die Verpackung von trockenen, nicht-fettenden Lebensmitteln mit großer Oberfläche (z.B.: Reis, Nudeln, Gries) kann durch zusätzliche Verwendung von geeigneten Zwischenverpackungen erfolgen.

Die Lebensmittelrechtliche Unbedenklichkeit der Papierqualitäten wird regelmäßig überprüft und aktualisiert.

Die Unbedenklichkeitserklärung steht in Konformität mit:

  • Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 des Europäischen Parlaments und Rates, Stand 18.07.2009
  • Richtlinie RoHS 2011/65/EU, Stand 08.06.2011
  • Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgestzbuches (LFGB), Stand 01.12.2104
  • Deutsche Empfehlung XXXVI, Stand 01.07.2015
  • Richtlinie 94/62/EG über Verpackungen und Verpackungsabfälle, Stand 07.02.2013
  • Model Toxics Legislation, Stand Dezember 2008