Der Zielstrebige

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Uwe Müller, knapp 20 Jahre alt, geht mit einer klaren Vorstellung in sein Bewerbungsgespräch: erst die Papiermacherlehre bei Progroup in Burg, anschließend Studium. Das war 2004. Heute heißt der 34-jährige Uwe nicht mehr Müller, sondern Weiß, trägt den Doktortitel – und arbeitet immer noch bei Progroup.

Uwe Müller erzählt: „Ich hatte das klare Ziel, dass ich studieren, aber zuvor etwas Technisches gelernt haben möchte: Ich will nicht nur über eine Schraube reden, sondern sie auch
schon benutzt haben. Progroup fand das richtig gut.“ Nach drei Jahren schließt er seine Ausbildung ab – als „Bester Papiermacher-Azubi Deutschlands 2007“. Noch im gleichen Jahr beginnt er sein Studium in Dresden, das er 2012 als Diplom-Ingenieur für Verfahrenstechnik
abschließt. „Direkt danach konnte ich als Betriebsingenieur für Energie bei der Papiermaschine PM2 in Eisenhüttenstadt anfangen.“

„Ich will nicht nur über eine Schraube reden, sondern sie auch schon benutzt haben. Progroup fand das richtig gut.““

Dort entwickelt er eine Methode, um den Energieverbrauch der Anlage deutlich zu reduzieren. Aufgrund dieses Erfolgs schlugen ihm seine Vorgesetzten vor, über eine Promotion nachzudenken. „Progroup hat dafür gesorgt, dass ich die Möglichkeit und die Rahmenbedingungen hatte, das berufsbegleitend machen zu können. Aber das war schon ein hartes Stück Brot. Drei Tage im Werk, zwei Tage Doktorarbeit – da weißt du am Ende der Woche, was du getan hast.“
Das Durchbeißen lohnt sich. Im Sommer 2018 gibt es gleich doppelten Anlass zum Feiern: „Im Juli habe ich meine Promotion verteidigt, eine Woche vor meiner Hochzeit.“