Power of Cooperation: Wo Zukunft lebendig wird

Im oberpfälzischen Plößberg-Liebenstein steht ein Verpackungspark der Superlative. Seit 2015 produziert Progroup an diesem Standort Wellpappformate, die direkt und ohne Zeitverlust von der Liebensteiner GmbH zu Verpackungsmaterial aller Formen und Größen weiterverarbeitet werden.

Hier wurden zwei Produktionsschritte zusammengeführt, die direkt aufeinander folgen: die Herstellung von Wellpappe und die von Kartonagen. So entstand Europas größter Verpackungspark. Im Jahr 2018 werden es ca. 100.000 Tonnen Wellpappe sein, die produziert werden, sagt Hans Jürgen Maier, Betriebsleiter Technik von Progroup nicht ohne Stolz in der Stimme. Bis 2020 soll die Leistung auf über 110.000 Tonnen steigen. Die Liebensteiner Kartonagenwerk GmbH, betreibt das an die Progroup-Fertigung anschließende Verpackungswerk.

Die Kooperation zwischen den beiden Unternehmen – und die viel mehr ist als eine Lieferanten-Kunden-Beziehung – läuft hervorragend. „Die Synergien, die wir hier haben, sind nicht zu toppen.“ Seit 1992 ist Liebensteiner Progroup-Kunde, man hat die Kundennummer 2. Seit fast vier Jahren kooperieren die Firmen als direkte Nachbarn. Die beiden Werkshallen verbindet ein großes Tor, durch das die Nutzen, so nennt man die Stapel mit Wellpappformaten, auf Förderbändern vollautomatisch von Progroup zu Liebensteiner geliefert werden. „Gibt es eine Bestellung“, erklärt Hans-Jürgen Maier, „wird diese über die Zentrale in Landau praktisch direkt an unsere Maschinen übermittelt.“ An der Schnittstelle zur anderen Seite des Tores weiß man längst, welche der zuvor georderten Lieferungen eintrifft, weil alle Daten – darunter Anzahl, Größe, und Sorte – elektronisch übermittelt werden.

Ein gleichbleibend hoher Qualitätsstandart und Produktsicherheit sind ebenso große Vorteile wie die Tatsache, dass die Umwelt geschont wird. Ein weiterer ist, dass der Wegfall des Transportwegs potenziellen Beschädigungen an der Ware vorbeugt und keine weiteren
Verpackungen benötigt werden. Die Kooperation ist ein handfester Erfolg, in den mittlerweile gut drei Jahren seit Anlauf des Werkes steigerte Liebensteiner seine Produktion von 82 Millionen Quadratmeter im Jahr 2015 auf 152 Millionen Quadratmeter im laufenden Jahr 2018. Die Zahl der Beschäftigten ist im gleichen Zeitraum von 281 auf 410 gestiegen. Im Bereich Digitalisierung arbeiten die Unternehmen momentan gemeinsam daran, die Schnittstelle zwischen den Werken zu schärfen und damit für beide Seiten noch transparenter zu machen. So kann die Produktionsplanung auf beiden Seiten weiter optimiert werden.